Narimane Mari

Childhood in the Revolution 
Mittwoch, 9. Mai 2018, 18 Uhr
Kino Xenix

Die filmischen Werke der Filmemacherin und Produzentin Narimane Mari fokussieren auf die Verflechtung von Erinnerung, Geschichte und einer Realität, in der das Reale und das Imaginierte koexistieren. Mit den Mitteln des Reenactment und des Spiels schafft es Mari, gelehrtes Wissen über die Vergangenheit mit dokumentarischen Elementen gelebter Realitäten zu verschränken, umzukehren und neu zu denken. In Loubia hamra (Bloody Beans) (2013) wird eine Gruppe Kinder aus Algier zur Darstel- lerin des algerischen Unabhängigkeitskriegs, während Le fort des fous (2017) eine Gemeinschaft von jungen Menschen zeigt, die als Antwort auf das imperialistische Herrschaftssystem eine utopische Gesellschaft bildet.

Loubia hamra (Bloody Beans)
Frankreich/Algerien 2013; 80′ OV/e (DCP, Farbe)

Eine wild gewordene Gruppe von Kindern verhandelt das Ende der französischen Kolonial- herrschaft über Algerien.
18.00 Uhr; mit Narimane Mari im Gespräch

Le fort des fous
Frankreich/Katar/Griechenland/Deutschland/Algerien 2017; 140′ OV/e (DCP, Farbe)

Dreiteiliger Film, der von der Kolonialzeit Algeriens über eine utopische Community am Strand bis zu politischem Aktivismus in Griechenland reicht.
20.45 Uhr

 

Narimane Mari, 1969 in Algier geboren, arbeitet als Filmregisseurin und Produzentin zwischen Algier und Marseille. 2010 gründete sie die Produktionsfirma Allers Retours Films, um engagierte Dokumentarfilme herzustellen. Zu ihrer Filmografie gehört unter anderem Prologue (2007) über den Künstler Michel Haas. Ihr erster Langspielfilm, Loubia hamra (2013), gewann Preise an den Festivals FID Marseille und CPH:DOX. La vie courante (2015), ein «work in progess» in Form einer kollektiven Choreografie lief im Centre Pompidou in Paris. Ihr aktuellster Film, Le fort des fous (2017), wurde von der Documenta 14 koproduziert und feierte Premiere am Locarno Festival.

 

In Zusammenarbeit mit dem Kino Xenix im Rahmen des Projekts Studio Eine Phantastik.