Agenda

Belliappa and
Kumār

Marginalia

 

Sonic Essay (21min), Videoprojektion

 

Marginalia schlägt den Akt des Zuhörens als Politik der Ablehnung einer totalisierenden Logik von Staat und Imperium vor. Die Arbeit öffnet Räume einer affektiven Neuartikulation des Anzestralen, Ökologischen und Spektralen, wo das historiografische Subjekt selbst liminal bleibt und durch dominante Diskurse nicht vollständig verstanden werden kann. Obwohl der Mekong der Ort des Geschehens ist, handelt dieses Werk nicht von einem Volk, sondern von einer Idee: der verflochtenen Poetik von Linien und Liminalitäten und davon, wie Konzepte der Zugehörigkeit mit Territorien in Beziehung stehen und diese überschreiten. Dies ist die dritte Iteration von Belliappa-Kumārs Serie ‘Department of Para Pedagogic Practices’, die sich in insgesamt acht Teilen kritisch mit zeitgenössischen Alteritäten in der südostasiatischen Region auseinandersetzt.

 

Belliappa-Kumār ist ein Künstlerduo, dessen Arbeit sich mit den gemeinsamen Genealogien und spekulativen Zukunftsszenarien der planetarischen Wende auseinandersetzt. Ausgehend von der Frage, was nach dem postkolonialen Denken kommt, interessieren sie sich für materielle Kartografien sowie deren tiefere Vergangenheiten und zeitgenössische Begegnungen mit Multispezies Technologien und künstlicher Intelligenz.

Die erste Iteration von Department of Para Pedagogic Practices mit dem Titel Peça da India wurde in der Shedhalle im Rahmen von ProtoZone12: Syncretic Sites präsentiert. Zuvor zeigte Kiraṇ Kumār seine Arbeit Six Uneasy Fragments (Exactly) on the Natural and Spiritual im Rahmen von ProtoZone7: Zones of Kinship, Love & Playbor.

Shedhalle – Belliappa-Kumār

Belliappa-Kumār, courtesy of the artists