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Donna Conlon

From the Ashes/De las cenizas

 

Das Video beginnt mit einem abstrakten Bild, das sich nach und nach als ein winziger Kolibri entpuppt, der in meiner Hand liegt – scheinbar leblos, als stünde er am Rande des Todes. Doch plötzlich öffnet der kleine Vogel sein Auge, ein Moment des Erwachens, und erhebt sich in einen freien, fast magischen Flug. Wie der Phönix der griechischen Mythologie, der aus seiner eigenen Asche wiedergeboren wird, oder die Kolibris der Azteken, die als wiederauferstandene Krieger galten, verkörpert er die Kraft der Wiedergeburt und Transformation.

 

Inmitten einer existenziellen Umweltkrise erinnert uns dieses Video an die zerbrechliche Balance der Natur. Es hinterfragt die widersprüchlichen und oft brüchigen Beziehungen, die wir zur natürlichen Welt pflegen, und offenbart zugleich eine hoffnungsvolle Vision: die Essenz der Natur – stark, unermüdlich und beharrlich – trotzt allem, was der Mensch ihr entgegenstellt.

 

– Courtesy of the artist, Espacio Mínimo (Madrid) and Diablo Rosso (Panamá)

 

Donna Conlon lebt und arbeitet in Panama-Stadt, Panama.

Ihre Arbeit basiert auf Beobachtungen ihrer alltäglichen Umgebung, sowohl urbaner als auch natürlicher. Ihre Werke offenbaren die Ironien und Widersprüche, die unserem heutigen Lebensstil innewohnen, und lenken insbesondere die Aufmerksamkeit auf die fragile Koexistenz des Menschen mit der Natur.

Conlon hat ihre Werke bereits vielfach ausgestellt, unter anderem im Museum of Contemporary Art, Chicago (2022), in der Tate St. Ives (2021), im Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires (2020), im Met Breuer, NY (2019), Kadist, San Francisco (2018), Prospect New Orleans (2017), der Biennale von Asunción, Paraguay (2015), dem Pérez Art Museum, Miami (2014), dem Solomon R. Guggenheim Museum, NY (2014), Mercosul Biennale, Porto Alegre, Brasilien (2011), Istanbul Modern Art Museum (2006) und die Biennale von Venedig (Internationale Ausstellung und Italo-Lateinamerikanischer Pavillon, 2005).

Zu ihren Stipendien und Auszeichnungen zählen: Guggenheim Fellowship (2025), Anonymous Was a Woman Award (2022) und Cisneros Fontanals Art Foundation Grant für aufstrebende lateinamerikanische Künstler (2007). Ihre Einzel- und Gemeinschaftsarbeiten befinden sich in Sammlungen wie dem Metropolitan Museum of Art, dem Museo de Arte Latinoamericano de Buenos Aires, dem Solomon R. Guggenheim Museum und der Tate Modern.

 

An der Shedhalle wurde ihre Arbeit Coexistencia (2003) im Rahmen der Projektreihe Kolonialiusmus ohne Kolonien? Beziehungen zwischen Tourismus, Neokolonialismus und Migration ausgestellt.

Shedhalle – Donna Conlon

Video stills, courtesy of the artist

Shedhalle – Donna Conlon

Video stills, courtesy of the artist

Shedhalle – Donna Conlon

Video stills, courtesy of the artist