With All My Love, 2023
Flag (purple), 2018
Flag (yellow), 2018
Sylvie Fleurys Arbeiten wurden 1992 in der Shedhalle gezeigt. Als Künstlerin, deren Arbeiten konsequent, lustvoll und ironisch die Dekonstruktion von überlieferten Geschlechterklischees vorantreiben, bildet ihre Position eine Kontinuität mit feministischen Anliegen, die hier früh prägend waren.
Dieses Mal zeigt sie zwei Arbeiten: In humorvoll spielerischer Art und Weise laden flag yellow und flag purple Betrachende dazu ein, sich anhand der ambivalenten Verflechtungen von Aktivismus, Glamour, Mode, Lifestyle und Protest eine eigene Perspektive zu bewahren. Möglicherweise schwingt hier ein Kommentar auf eine Hybridisierung von ehemals stärker getrennten Bereichen an, die durch die Digitalisierung und die Öffentlichkeiten auf Social Media zunehmend verschmelzen.
With All My Love bietet den Besuchenden assoziativ kritische Räume an, die an Formen der zeitgenössischen Aufmerksamkeitsökonomie denken lassen – dabei verweigert sich das Werk jedoch einer klaren Zuordnung und bleibt Enigma. Liebe als Kernmotiv von Loving Shedhalle zeigt sich auch hier in ambivalenter Weise, indem Wertschöpfung, Abfall, Luxus und emotionale Arbeit in den unauflösbaren Knoten zwischen Kunstwerk, Ware und Alltagsobjekt verdichtet werden.
Sylvie Fleury (geb. 1961) ist eine zeitgenössische Schweizer Künstlerin. Ihre Arbeit reflektiert die Faszination der Gesellschaft für Glamour, Mode und Luxusgüter und setzt sich mit vorherrschenden Vorstellungen von Konsum und Produktion auseinander. Seit ihrer ersten Ausstellung Shopping Bags im Jahr 1991 hatte Fleury zahlreiche Einzel- und Gruppenausstellungen in ganz Europa und den Vereinigten Staaten. Zu ihren jüngsten Einzelausstellungen zählen die Kunsthal Rotterdam, Rotterdam (2024); das Kunstmuseum Winterthur, Winterthur (2023), die Pinacoteca Agnelli, Turin (2023); das Aranya Art Center, China (2022); der Kunstraum Dornbirn, Österreich (2019); das Istituto Svizzero, Rom (2019); Villa Stuck, München (2016); Eternity Now, als Teil der ständigen Sammlung im Bass Museum, Miami (2017 und 2015); Centro de arte contemporaneo de Malága (2011); und MAMCO Genève (2008). Ihre Arbeiten wurden auch in internationalen Gruppenausstellungen gezeigt, darunter in der Pinakothek der Moderne, München (2024); der Fondation Louis Vuitton, Paris (2024); dem MAMCO, Genf (2024); The Bass, Miami Beach (2023); Daimler Contemporary, Berlin (2019); dem Leopold Museum, Wien (2018); Kunsthaus Zürich (2018), Museum Haus Konstruktiv, Zürich (2016), SCHAUWERK Sindelfingen (2014), Kunstverein Hannover (2011) und Kunstverein Frankfurt (2011). 2018 wurde sie mit dem Schweizer Prix Meret Oppenheim ausgezeichnet und 2015 erhielt sie den Preis der Société des Arts de Genève.
In der Shedhalle wurden wurden ihre Arbeiten 1992 präsentiert.